7 gute Gründe für den Kauf eines Rauchmelders:

 

1. Brandgefahr ist nie zu unterschätzen
  • Rund 600 Menschen sterben jährlich in Österreich an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 150.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur allgemeinen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen.
2. Brandtote sind Rauchtote
  • Fast alle Brandtoten fallen nicht den Flammen, sondern den giftigen Rauchgasen zum Opfer, die während der Schwelbrandphase entstehen. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung durch die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid - schon wenige Lungenfüllungen Kohlenmonoxid sind tödlich.
3. Es kann jeden treffen
  • Die meisten Brandopfer - 70% - verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Denn tagsüber kann ein Feuer meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.
4. Rauchmelder retten Leben
  • Heimrauchmelder warnen rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.
5. Rauchmelder ist nicht gleich Rauchmelder
  • Verwenden Sie nur optische Rauchmelder und achten Sie beim Kauf eines Rauchmelders auf die Qualität des Gerätes. Ein zuverlässiger Rauchmelder ist schon für unter 50€ im Elektro- und Sicherheitsfachhandel oder bei Brandschutzfirmen erhältlich. Das VdS-Prüfzeichen steht für Sicherheit und Qualität. Achten Sie auf Rauchmelder, die dieses Zeichen tragen.
6. Jeder dritte Brand wird von Kindern und Jugendlichen ausgelöst
  • Es liegt deshalb in der Verantwortung von Eltern und Erwachsenen, Kindern den richtigen Umgang mit der Feuergefahr zu erklären und mit gutem Beispiel voranzugehen. Achten Sie immer darauf, dass Kinder nie unbeaufsichtigt in die Reichweite von leicht entflammbaren Gegenständen gelangen können oder sich unbeaufsichtigt in Räumen mit Öfen, Kaminen, brennenden Kerzen, Heizstrahlern u.a. aufhalten. Auch den sorgfältigen Umgang mit Wunderkerzen, Krachern, Weihnachtsbäumen o.ä. sollten Sie mit Kindern üben.
7. Üben Sie das Verhalten im Ernstfall
  • Niemals weglaufen oder verstecken, sondern Hilfe rufen, also 122 wählen und deutlich sprechen (Name, wer ist in Gefahr, was brennt, Adresse etc. (lässt sich gut mit einem Kindertelefon üben). Beim Verlassen der Wohnung alle Türen schließen, durch die man läuft. Bei starkem Rauch ein - wenn möglich nasses - Tuch vor Mund und Nase halten und am Boden kriechen. Wenn man die Wohnung nicht verlassen kann, in einem Zimmer bleiben, die Tür schließen und am Fenster um Hilfe rufen und warten. Niemals aus Angst aus dem Fenster springen.
 

Fettexplosion

 

Häufige Ursache für Brände in Küchen ist vergessenes Essen auf dem Herd. Noch weitaus gefährlicher ist die sogenannte Fettexplosion.
  • Sie mögen jetzt vielleicht denken "Explosion klingt so gewaltig, bei mir kann eigentlich nichts explodieren"
  • Jedoch wird brennendes Fett in der Pfanne oder in der Fritteuse allzu oft unterschätzt
  • Meist wird versucht, die relativ kleine Flamme mit Wasser zu löschen. Doch dies ist der größte Fehler, den man machen kann!
 
Warum? Was passiert da im Topf?
  • Beim Eindringen des Wassers in tiefere Schichten von brennendem Fett oder Öl kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers (aus einem Liter Wasser werden 1.700 Liter Wasserdampf)!
  • Dadurch wird das brennende, flüssige Fett eruptionsartig aus dem Behälter herausgeschleudert.
  • Durch das entstehende Verhältnis zwischen Fettteilchen und Luft ("günstiges" Mischungsverhältnis zwischen brennbaren Stoff und Sauerstoff) kommt es zu einer explosionsartigen Verbrennung.
  •  Diese Explosionen können für einen Menschen, der sich in unmittelbarer Nähe befindet, tödlich enden.

Deswegen bei Fettbränden immer einen Deckel oder anderen abdeckenden Gegenstand verwenden, um das Feuer damit zu ersticken!

  • Weiteres sinnvolles Löschmittel wäre auch eine Löschdecke.
  • Stellen Sie sich vor, Sie stehen direkt neben dieser Friteuse, keine schöne Vorstellung! Oder?
  • In einer Wohnung hätte diese Fettexplosion mit großer Wahrscheinlichkeit zur kompletten Zerstörung der Küche oder gar der ganzen Wohnung geführt.
  • Vom Personenschaden einmal abgesehen.
 

Advent, Advent die Wohnung brennt!

 

Tipps für eine sichere Advents- und Weihnachtszeit: Echte Kerzen verbreiten an Weihnachten mit ihrem warmen Schein besinnliche Stimmung, beleuchten Christbaum, Adventskranz und Gabentisch. Jedoch kann das faszinierende Flackern vor allem Kinder dazu verleiten, die Gefahren des Feuers zu vergessen. Erwachsene sollten durch umsichtigen Umgang mit Feuer als gutes Beispiel vorangehen.

Einfache Tipps Ihrer Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht  brennbare Halterung, an die Kinder (und auch Haustiere) nicht gelangen können.
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem   nicht, wenn Kinder dabei sind! Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer   1! 
  • Löschen Sie Kerzen an   Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt   sind.
  • Weihnachtsbäume und Gestecke trocknen mit der Zeit aus   und erhöhen die Brandgefahr. Entzünden Sie Kerzen auf trockenem   Tannengrün nicht mehr.
  • Wenn Sie echte Kerzen an Weihnachtsbäumen entzünden wollen bringen Sie   die Kerzen nicht unmittelbar unter einem Ast an, achten Sie auf ausreichenden   Abstand zu den Zweigen und stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel   (Wassereimer, Feuerlöscher) bereit.
  • In Haushalten mit Kindern sollten vor allem am Weihnachtsbaum elektrische   Kerzen verwendet werden. Diese sollten ein Prüfsiegel tragen, das   den VDE-Bestimmungen entspricht. Achten Sie bei elektrischen Lichterketten   darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden.
  •  Vergewissern Sie sich immer, ob Sie auch wirklich alle Kerzen   gelöscht haben bevor Sie den Raum verlassen!
  • Löschen Sie vor dem   Schlafengehen oder dem Verlassen der Wohnung grundsätzlich alle Kerzen   und schalten Sie die elektrischen Beleuchtungen an Krippen und   Weihnachtsbäumen aus!    

Rauchmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel – übrigens passen sie perfekt als Geschenk auf den Gabentisch! 
Sollte es trotzdem zu einem Brand kommen, schließen Sie Fenster und Türen und unternehmen Sie Löschversuche nur, wenn dies ohne Gefahr möglich ist. 


Alarmieren Sie sofort die Feuerwehr über den Notruf 122!

 

Silvester & Pyrotechnik

 

 
In Österreich gehört es zum Brauchtum, das neue Jahr mit Leuchtraketen und Knallkörpern zu begrüßen. Auch heuer werden in der Silvesternacht bzw. oft bereits Tage zuvor viele Feuerwerksartikel zum Einsatz kommen. Bei der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen ist aber eine Reihe von Maßnahmen zu beachten.
Die im täglichen Sprachgebrauch als Feuerwerksartikel oder Raketen bezeichneten Gegenstände werden in vier Klassen unterteilt: 
Klasse I
  • (Feuerwerksscherzartikel, Feuerwerksspielwaren): Pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtsatzgewicht von nicht mehr als 3 Gramm. Dazu gehören z. B. Knallerbsen, „Raucherschnee“, bengalische Zündhölzer, „Tischbomben“. Besitz und Verwendung unterliegen keiner Beschränkung.
Klasse II
  • (Kleinfeuerwerk) mit einem Gesamtsatzgewicht zwischen 3 und 50 Gramm: Dazu gehören z. B. Knallkörper wie „Schweizer Kracher“, Knallfrösche, „Luftheuler“ sowie verschiedene Raketen. Sie dürfen von Personen unter 18 Jahren nicht verwendet werden. Die Verwendung im Ortsgebiet, innerhalb bzw. in unmittelbarer Nähe größerer Menschenmengen und in geschlossenen Räumen ist verboten. Der Bürgermeister kann aber Teile des Ortsgebietes vom Verbot ausnehmen.
Die Bewilligungen zur Verwendung pyrotechnischer Gegenstände der Klassen III und IV werden nur von der Bezirksverwaltungsbehörde und nur für den konkreten Einzelfall erteilt.
Klasse III
  • (Mittelfeuerwerk), Gesamtsatzgewicht von mehr als 50 und weniger als 250 Gramm: Dazu gehören z. B. Raketen und „Bomben“.
Klasse IV
  • (Großfeuerwerk): Zu dieser Klasse gehören pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtsatzgewicht von mehr als 250 Gramm. Zu deren Verwendung müssen entsprechende Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Pyrotechnik nachgewiesen werden.
 

 
Das Böllerschießen ist nur auf Grund einer besonderen behördlichen Bewilligung zulässig. Dabei ist neben dem Mindestalter auch der Nachweis entsprechender schießtechnischer Kenntnisse erforderlich. Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen und Gotteshäusern, Krankenanstalten, Kinder-, Alten- und Erholungsheimen ist verboten. Übertretungen der Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes können mit Geldstrafen bis zu 2.180 Euro oder mit Arrest bis zu sechs Wochen geahndet werden.
 

 
Hier finden Sie einige Tipps zum richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern:
  • Die hohen Verbrennungstemperaturen von pyrotechnischen Erzeugnisse können schwere Verletzungen nach sich ziehen.
  • Befolgen Sie genau die Bedienungsanleitung, um Unfällen vorzubeugen.
  • Hantieren Sie nicht unter Alkoholeinfluss mit Feuerwerkskörpern.
  • Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände.
  • Achten Sie auf ausreichende Sicherheitsabstände.
  • Achten Sie auf einen feuerfesten Untergrund.
  • Zünden Sie Feuerwerkskörper nie in geschlossenen Räumen.
  • Halten Sie für den Notfall immer einen Wassereimer oder Feuerlöscher bereit.
  • Tragen Sie keine leicht entzündliche Kleidung.
  • Schließen Sie alle Fenster und Dachluken Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung.
  • Nutzen Sie für das Abschießen der Feuerwerkskörper freie und gut einsehbare Stellen.
  • Feuerwerksmaterial in Ihrer Kleidung kann zu unerwünschten Nebeneffekten führen.
  • Durch vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln kann es zu gerichtlichen Folgen kommen.
  • Aus dem Silvesterspaß kann bald ein Tatbestand der Brandstiftung, Körperverletzung oder Sachbeschädigung werden
Wenn doch etwas passiert:
  • Löschversuch unternehmen
  • Notruf (122) sofort veranlassen
  • Andere Personen aus dem Gefahrenbereich bringen und warnen
  • Einsatzkräfte einweisen

Waldbrandgefahr Verhaltenstipps

 

Jedes Jahr werden weltweit große Waldflächen durch Waldbrände zerstört. Auch in Österreich sind jedes Jahr etliche Waldbrände zu beklagen. Waldbrände spielen bei uns zwar nicht die gleiche Rolle wie beispielsweise im Mittelmeergebiet oder im Westen von Nordamerika. Aber auch bei uns kommt es besonders in Trockenperioden im Frühjahr und Sommer häufig zu Bränden, die unter besonderen Rahmenbedingungen katastrophale Ausmaße annehmen können. Je nach der Situation des Einzelfalles werden durch Waldbrände Erholungssuchende und Anrainer gefährdet. Gleichzeitig entstehen an den Waldbeständen selbst beträchtliche Schäden. Und etwas sollte nicht vergessen werden: Jeder Waldbrand stellt einen massiven ökologischen Schaden für die betroffene Lebensgemeinschaft, aber auch für Luft, Klima, Wasser und Boden dar. Es ist deshalb wichtig, Waldbrände zu verhindern bzw. frühzeitig zu bekämpfen.  Leider ist es nicht allen Waldbesuchern bekannt, wie man sich im Wald richtig verhält, um Waldbrände zu vermeiden - deshalb sollten Sie die folgenden Tipps beachten.
Der WWF führte im Jahr 2012 eine weltweite Waldbrand-Studie durch.  Für jeden den es näher interessiert gibt es die Infos HIER.
 
 

Folgende Tipps sind zu beachten:

  • Alle WaldbenützerInnen sind aufgefordert, der erhöhten Waldbrandgefahr Rechnung zu tragen, keine brennenden Zigaretten oder Streichhölzer wegzuwerfen und kein offenes Feuer im Wald zu entzünden. 
  • Feuerverbote müssen unbedingt einhalten werden (Informationen im Internet, Radio und Fernsehen sowie in Zeitungen sind zu beachten).
  • Beim Grillen nur festeingerichtete Feuerstellen verwenden und nicht auf dem Boden feuern. Entfachte Feuer müssen immer beobachtet und allfälliger Funkenflug sofort gelöscht werden. Feuerstellen und deren Umgebung dürfen nur im absolut gelöschten Zustand verlassen werden.
  • Bei starken und böigen Winden auf Feuer im Freien unbedingt verzichten.
  • Feuerwerkskörper dürfen nur an Orten mit ausdrücklicher Bewilligung der Standortgemeinde abgefeuert werden.
  • Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte umgehend den Notruf 122 wählen, die Feuerwehr verständigen und in sicherer Entfernung vom Brand auf das Eintreffen der Einsatzkräfte warten, um diese bei Bedarf einweisen zu können.

Rettungskarten für Ihren PKW

 

Im Einsatzfall hilft sie Gefahren zu mindern und Verletzte schnellstmöglich zu bergen. Sie wird hinter der Sonnenblende befestigt und mit einem Kleber auf der Windschutzscheibe markiert.

Weitere Information erhalten sie beim ÖAMTC.

Bei Staubildung Rettungsgasse

Seit 2012 muss die Rettungsgasse auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen vorausschauend gebildet werden.

Es gilt: Bei Staubildung RETTUNGSGASSE!

 

Die Vorteile der Rettungsgasse liegen auf der Hand

  • klare und einfache Verhaltensregeln
  • rasches Vorankommen und Eintreffen der Einsatzkräfte
  • breite Zufahrtsmöglichkeit
  • schnelle Versorgung von Verletzten
  • keine Behinderung der Zufahrt durch defekte Fahrzeuge am Pannenstreifen
  • einheitliches Prinzip mit Nachbarländern Deutschland, Slowenien, Schweiz

 

Verkehr stockt: Rettungsgasse bilden!

Vorausschauend müssen bei stockendem Verkehr alle Fahrzeuge, die den ganz linken Fahrstreifen befahren, so weit nach links wie möglich fahren und alle anderen so weit nach rechts wie notwendig, um dazwischen eine freie Spur zu bilden. Dabei soll auch der Pannenstreifen benützt werden. Die Fahrzeuge haben sich parallel zum Fahrbahnverlauf einzuordnen, da es durch schräg stehende Fahrzeuge zu weiteren Behinderungen kommt und auch das eigene Fortkommen im Stau damit erschwert wird.

 

Wann?

Sobald der Verkehr ins Stocken gerät und ein Stau droht, müssen alle Verkehrsteilnehmer den Weg für Einsatzkräfte freihalten - egal ob Sie sich auf einer zwei- oder mehrspurigen Autobahn oder Schnellstraße befinden. Rettung, Feuerwehr und Polizei können so im Notfall ungehindert passieren.

 

Wie?

Alle Fahrzeuge der linken Spur fahren so weit wie möglich nach links und ordnen sich parallel zur Straße am Rand ein. Alle anderen fahren so weit wie möglich nach rechts, auch auf den Pannenstreifen.

   
Schulungsvideo: Wie die Rettungsgasse auf drei- und vierspurigen Autobahnen und Schnellstraßen gebildet wird.

Missachtung der Rettungsgasse ist kein Kavaliersdelikt

Gebildet wird die Rettungsgasse von allen Verkehrsteilnehmern, die ihrerseits zum vorausschauenden Fahren verpflichtet sind. Denn die Rettungsgasse funktioniert nur dann, wenn sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer daran halten und den Einsatzkräften eine schnelle und sichere Zufahrt zum Unfallort ermöglichen.

Gebildet wird die Rettungsgasse nicht erst in der Stausituation, sondern bereits dann, wenn der Verkehr stockt. Wer sich nicht einordnet, oder sogar die Rettungsgasse befährt, riskiert Leben. Und eine Mahnung: Für die Behinderung von Einsatzfahrzeugen oder widerrechtliches Befahren der Rettungsgasse werden Strafen von bis zu 2.180 Euro fällig.

Die Regeln sind klar. Verkehrsteilnehmer auf der linken Spur müssen so weit wie möglich nach links. Alle Verkehrsteilnehmer auf der rechten Spur ordnen sich möglichst weit rechts auf der Fahrbahn ein und benützen dafür gegebenenfalls auch den Pannenstreifen. Damit gilt in Österreich das gleiche Prinzip wie in den Nachbarländern Deutschland, Tschechien, Slowenien und der Schweiz.

 

Aktuelle Informationsmaßnahmen

  • 170 Brückentransparente
  • Rund um die Uhr Auskunft gibt das ASFINAG Service Center
  • Hinweistafeln an den Autobahn-Grenzübergängen in der jeweiligen Landessprache und Englisch
  • Rettungsgasseninfos auf jährlich rund zwölf Millionen Zahlungsbelegen für die ASFINAG Sondermautstrecken
  • Infos speziell für Lkw-Lenker: Bei Maut-Transaktionen für den Schwerverkehr an den 180 GO-Vertriebsstellen
  • Österreichweit 50 Überkopfanzeigen in deutscher und englischer Sprache
  • Spezielle Rettungsgassen-Infos in Knotenbereichen: Am Altmannsdorfer Ast in Wien sowie am Knoten Linz
Unser Tipp
 
 
Was Sie über die Rettungsgasse noch wissen sollten, haben wir für Sie in einem Fragenkatalog zusammengefasst. Interessiert? Einfach reinklicken! Mehr…
 
 

Ja zur Rettungsgasse

AktuelleUmfrageergebnisse belegen: 98 Prozent ist die Rettungsgasse ein Begriff – 94 Prozent wissen, wie sie gebildet wird. Für 82 Prozent ist die Einführung der Rettungsgasse sinnvoll.

 

Zwei Jahre nach Einführung der Rettungsgasse ziehen Rettung und Feuerwehr erneut positive Bilanz. Ergebnis der aktuellen dritten Stufe der Evaluation des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV): Helfer sagen, in sechs von zehn Fällen klappt die Rettungsgasse sehr gut oder gut. Die Einsatzorganisationen sagen: Es war gut und richtig, die Rettungsgasse einzuführen! Mehrere Umfragen und Interviews mit Verkehrsexperten brachten bereits Positives zu Tage: Praktisch alle Lenker kennen sie und die ganz klare Mehrheit hält sie für sinnvoll.

 

Das Ergebnis im Detail

  • Die Rettungsgasse funktioniert überwiegend „sehr gut" oder „gut".
  • Die Rettungsgasse wird an der richtigen Stelle der Fahrbahn gebildet.
  • Die Rettungsgasse funktioniert auf zweistreifigen Abschnitten reibungslos (knapp 1.900 von rund 2.200 Autobahn-Kilometern), auf drei oder mehr Fahrstreifen kommt es teilweise zu Problemen.
  • Im Bereich von Auf- und Abfahrten orten Rettungsorganisationen keine Probleme. Größeren Fahrzeugen wird hier gelegentlich die Einfahrt in die Rettungsgasse erschwert.
  • Wo Stau tägliche Routine ist besteht weniger Bereitschaft zur Rettungsgassen-Bildung als beim Wissen um eine Unfallsituation.

 

Für 82 Prozent ist die Einführung der Rettungsgasse sinnvoll!

82 Prozent der Befragten sagen, die Einführung der Rettungsgasse in Österreich ist sehr sinnvoll oder sinnvoll. Nur sechs Prozent sehen in der Rettungsgasse keinen Sinn. 98 Prozent der Autofahrer ist die Rettungsgasse ein Begriff. 94 Prozent wissen, wie sie gebildet wird.

 

Noch besser durch Information und Kontrolle

Seit Jänner 2012 wurde die Rettungsgasse im Großen und Ganzen sehr gut von den Autofahrern in das tägliche Verkehrsgeschehen integriert. Probleme sind örtlich und zeitlich begrenzt. Aus der Gesamtheit der Umfragen, den Erfahrungswerten der Verkehrsexperten in der Praxis sowie jener der Einsatzorganisationen ergeben sich mögliche Maßnahmen für ein noch besseres Funktionieren der Rettungsgasse:

  • Mehr Kontrolle durch die Exekutive sowie öffentlichkeitswirksame Infos dazu.
  • Bewusstseinsbildung und Information: Die Österreicherinnen und Österreicher sind grundsätzlich sehr gut informiert. Noch mehr konkrete Infos zum richtigen Zeitpunkt, etwa bei stockendem Verkehr, und korrekter Bildung, speziell lokalisiert etwa auf Autobahnabschnitten mit vier Fahrbahnstreifen.
  • Frühzeitige Information auf der Strecke, zum Beispiel über Verkehrsfunk und Anzeigetafeln.

Quelle: ASFINAG